ForschungDas EKFZ führt eine Vielzahl von Forschungsprojekten zu verschiedenen Fragestellungen zum Zusammenhang zwischen Ernährung und der Enstehung, Prävention und Behandlung von Krankheiten durch. Dabei stehen die beiden Zivilisationskrankheiten Übergewicht/Adipositas und Typ 2 Diabetes im Mittelpunkt. Es handelt sich zum einen um Grundlagenforschung und zum anderen um anwendungsbezogene Forschung am Menschen. Human Study CenterAm Wissenschaftszentrum Weihenstephan wurde eine Einheit für Ernährungsstudien am Menschen (Human Study Center) eingerichtet. Dort wird insbesondere untersucht, wie der genetische Hintergrund (Erbanlagen) die Antwort des Körpers auf definierte Nahrung bzw. Nahrungsbestandteile beeinflusst (Wechselwirkung zwischen Genen und Lebensstil). Dabei kommen modernste Analyseverfahren zum Einsatz, die von kooperierenden Partnern (am WZW und am HelmholtzZentrum München) betrieben werden. Die Probanden werden in dieser Einheit untersucht und betreut (Phänotypisierung). In dieser Einheit werden außerdem in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie neuartige Lebensmittel auf ihre gesundheitsförderliche Wirkung beim Menschen untersucht. Ernährung und fötale Programmierung Ein anderer Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Ernährung in der Schwangerschaft und deren Bedeutung für die Neugeborenen („fötale Programmierung“). Im Zentrum dieser Thematik steht die sog. INFAT-Studie, in der die Wirkung von Fischöl auf die Fettgewebsentwicklung bei den Neugeborenen untersucht wird. Diese Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit dem PhD-Kolleg „Epigenetik“, das von Herrn Dr. Bader koordiniert und vom Zentralinstitut für Ernährung und Lebensmittel (ZIEL) finanziert wird. Das Projekt ist in den Forschungsverbund PEPO eingebettet, der vom BMBF gefördert wird und eine enge Kooperation mit Pädiatern der LMU zur Primärprävention der Adipositas und des Gestationsdiabetes beinhaltet. Kompetenznetz Adipositas Die Aktivitäten auf dem Gebiet der Adipositasforschung werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erheblich unterstützt. Der Direktor des EKFZ wurde zum Sprecher des neugegründeten medizinischen Kompetenznetzes Adipositas gewählt, welches 8 Forschungsverbünde und 39 Teilprojekte umfasst. Die Geschäftsstelle des KN Adipositas ist am EKFZ angesiedelt. Ferner fungiert Prof. Klingenspor als Leiter des Arbeitsblocks „Funktionelle Analysen“ im nationalen Genomforschungsnetz NGFNplus „Molecular Mechanisms in Obesity“. DiabetesforschungDas EKFZ arbeitet auf dem Gebiet der Diabetesforschung mit dem HelmholtzZentrum München und der Abteilung Diabetologie der Medizinischen Klinik der LMU im Rahmen eines von der Helmholtz Gesellschaft geförderten „Virtuellen Diabetes-Instituts“ zusammen. Ziel ist dabei die funktionelle Charakterisierung von neuen Risikogenen für Typ 2 Diabetes. Dies erfolgt mit molekularbiologischen Methoden und mit Ernährungstests bei Menschen, die solche Risikogene tragen. Damit wird versucht, neue Ernährungsstrategien für Risikopersonen zur Primärprävention des Typ 2 Diabetes zu finden. SPF-Einheit Das EKFZ betreibt unter der Leitung von Herrn Prof. Klingenspor und Herrn Dr. Bader eine SPF-Einheit für genetisch veränderte Mäuse. Diese Einrichtung umfasst eine Phänotypisierungseinheit, um den Stoffwechsel und den Energiehaushalt der Mäuse genau zu analysieren. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit der „Mausklinik“ des HelmholtzZentrums München, in der Prof. Klingenspor für die Stoffwechselplattform verantwortlich ist.
Detaillierte Informationen zu diesen und weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkten sind bei den einzelnen Arbeitsgruppen zu finden. |

